Château de Cheverny – Ein Schloss zwischen Liebe, Ehre und Verrat

Das Château de Cheverny gehört zu den bekanntesten Schlössern des Loir-et-Cher und ist zugleich eines der wenigen Loire-Schlösser, die seit mehr als sechs Jahrhunderten im Besitz derselben Familie geblieben sind. Die Geschichte der Familie Hurault de Vibraye, die das Anwesen noch heute bewohnt, reicht bis ins Mittelalter zurück und ist eng mit dem französischen Königshof verbunden, sodass sich in Cheverny nicht nur die Geschichte eines außergewöhnlichen Schlosses, sondern auch die wechselvolle Geschichte einer einflussreichen französischen Adelsfamilie widerspiegelt.

Seine heutige Gestalt erhielt das Schloss im 17. Jahrhundert, als Henri Hurault und seine zweite Ehefrau Marguerite Gaillard de La Morinière den mittelalterlichen Vorgängerbau durch eine repräsentative Residenz ersetzen ließen. Die helle Fassade, die großzügig ausgestatteten Innenräume und die weitläufige Parkanlage verleihen Cheverny bis heute eine besondere Eleganz, während die über Jahrhunderte erhaltene Einrichtung einen ungewöhnlich unmittelbaren Eindruck vom Leben seiner ehemaligen Bewohner vermittelt.

Eine ganz andere Bekanntheit verdankt Cheverny seiner Verbindung zu Hergé und der weltberühmten Comicserie Tim und Struppi. Der belgische Zeichner nahm die markante Fassade des Schlosses als Vorbild für Schloss Moulinsart, den Wohnsitz von Kapitän Haddock, wodurch Cheverny schließlich auch den Weg in die Welt der Comics fand.

Das Château de Cheverny steht heute als Monument historique unter besonderem Denkmalschutz. Das Schloss selbst wurde 2010 vollständig als historisches Denkmal klassifiziert, während bereits 2008 weitere Teile des Anwesens unter Schutz gestellt worden waren.



Die Familie Hurault und die Anfänge des Anwesens

Die Geschichte von Cheverny beginnt mit der Familie Hurault, die ursprünglich aus der Umgebung von Blois stammte und durch ihre Tätigkeit als Finanzleute und königliche Amtsträger zunehmend an Einfluss gewann. Im Jahr 1349 wurde die Familie von König Philipp VI. (1293–1350) geadelt, wodurch der gesellschaftliche Aufstieg der Hurault auch offiziell bestätigt wurde.

1392 erwarb Jean Hurault das Landgut von Cheverny, auf dem sich zu dieser Zeit ein vergleichsweise bescheidenes Anwesen mit einem Wohnhaus, einer Kelterei und einem Weinberg befand. In den folgenden Generationen baute die Familie ihren Besitz weiter aus und profitierte dabei von der wachsenden Bedeutung Blois'.

Eine besondere Rolle in der Geschichte von Cheverny spielte Jacques Hurault, der bereits unter den Königen Ludwig XI. (1423–1483) und Karl VIII. (1470–1498) wichtige Ämter übernommen hatte und dadurch zu einem einflussreichen Mann am französischen Hof geworden war. Als Ludwig XII. (1462–1515) nach seiner Thronbesteigung Blois zu einer seiner wichtigsten Residenzen machte, rückte auch der Besitz der Familie Hurault stärker in den Mittelpunkt des politischen Geschehens. Jacques Hurault konnte seine Stellung am Hof weiter ausbauen und wurde zu einem der wichtigsten Berater des Königs. Zugleich übernahm er bedeutende Aufgaben in der Finanzverwaltung und war unter Franz I. (1494–1547) unter anderem als Ratsherr und Gouverneur von Blois tätig.

Seinen wachsenden Einfluss nutzte Jacques Hurault auch zur Erweiterung des Familienbesitzes. Er erwarb die Herrschaften La Grange und Cheverny und ließ um 1510 mit seinem Sohn Raoul († 1528) und der Zustimmung Ludwigs XII. eine befestigte Burg auf dem Anwesen errichten. Von dieser Anlage sind heute nur noch wenige Spuren erhalten. In den heutigen Wirtschaftsgebäuden haben sich unter anderem einige Sprossenfenster erhalten, die noch an den mittelalterlichen Vorgängerbau erinnern.
Ein Zugbrückensystem mit Ketten, Schießscharten für Kanonen, kleine Türme und schützende Wassergräben gehörten ebenfalls zur einstigen Burg. Die Entwicklung von Cheverny stand damit unmittelbar mit dem Aufstieg der Familie Hurault und ihrer Nähe zum französischen Königshof in Verbindung.


Diane de Poitiers in Cheverny

Der Besitz von Cheverny geriet nach dem Tod von Raoul Hurault in eine schwierige Lage. Raoul war mit Marie de Beaune verheiratet, der Tochter von Jacques de Beaune, Baron de Semblançay und einem der wichtigsten Finanzbeamten von König Franz I. (1494–1547). Semblançay geriet jedoch in einen schweren Konflikt mit dem Königshof, nachdem ihm vorgeworfen worden war, Sold für die französischen Truppen in Italien unterschlagen zu haben. Obwohl er erklärte, das Geld an Louise de Savoie (1476–1549), die Mutter des Königs, übergeben zu haben, wurde er 1527 zum Tode verurteilt und gehängt.

Die Affäre hatte auch für Raoul Hurault und seine Familie weitreichende Folgen. Raoul schloss sich dem französischen Heer in Italien an und fiel 1528 während der Belagerung von Neapel. Seine Witwe Marie de Beaune blieb mit sieben Kindern zurück und sah sich zudem mit einer hohen finanziellen Forderung konfrontiert. Sie musste Cheverny schließlich verkaufen. 1537 wurde das Schloss Pierre de Ruthie, dem königlichen Jagdaufseher, zugesprochen, der es 1542 an seinen Neffen Bernard de Ruthie, den Abt von Pontlevoy und Kaplan des Königs, weitergab.

Damit gelangte Cheverny in den unmittelbaren Besitz des Umfelds von König Heinrich II. (1519–1559). Im Jahr 1551 musste Bernard de Ruthie das Schloss schließlich an Diane de Poitiers (1499–1566), die einflussreiche Favoritin des Königs, abtreten. Diane erwarb Cheverny vor allem deshalb, weil sie von hier aus die Arbeiten am Château de Chenonceau beaufsichtigen konnte, das Heinrich II. ihr geschenkt hatte.

Nach dem Tod des Königs im Jahr 1559 musste Diane de Poitiers Chenonceau an dessen Witwe Katharina de Medici (1519–1589) zurückgeben und erhielt dafür das Château de Chaumont-sur-Loire. Diane blieb zunächst in Cheverny und beaufsichtigte von dort aus die Arbeiten an ihrem neuen Besitz. Erst 1564 kehrte Cheverny wieder zur Familie Hurault zurück, nachdem Jacques und Philippe Hurault (1528–1599) nachweisen konnten, dass der Verkauf von 1537 wegen eines Verfahrensfehlers rechtlich nicht ordnungsgemäß erfolgt war. Diane de Poitiers musste das Schloss daraufhin gegen eine Zahlung von 35.000 Livres an Philippe Hurault zurückgeben.

Unter Heinrich III. (1551–1589) stieg Cheverny in den Rang einer Vizegrafschaft auf und wurde bereits fünf Jahre später zur Grafschaft erhoben. Philippe Hurault hatte damit eine bedeutende Stellung erreicht, die auch nach dem Wechsel auf dem französischen Thron von großer Bedeutung blieb. Obwohl Philippe zunächst der katholischen Liga nahestand, entwickelte er sich zu einem engen und loyalen Vertrauten Heinrichs IV. (1553–1610) und seiner Ehefrau Maria de Medici (1575–1642). Der König stellte die Familie Hurault unter seinen persönlichen Schutz, wovon noch heute eine Büste Heinrichs IV. zeugt, die über dem Kamin des großen Speisesaals im Schloss angebracht ist.


Cheverny kann sich zudem einer besonderen königlichen Episode rühmen, denn Heinrich IV. war der einzige König Frankreichs, der in Cheverny übernachtete. Zu dieser Zeit stand noch die alte befestigte Burg, lange bevor Henri Hurault (1575–1648) das heutige Schloss errichten ließ. Das Bett, in dem Heinrich IV. während seines Aufenthalts geschlafen haben soll, blieb erhalten und kann heute in der Chambre du Roi besichtigt werden.

   


Eine folgenschwere Anekdote mit Heinrich IV.

Mit Heinrich IV. verbindet sich eine ebenso bekannte wie tragische Geschichte aus der Familie Hurault. Henri Hurault, der spätere Erbauer des heutigen Château de Cheverny, stand im Dienst des Königs und begleitete ihn mit seinen Männern auf dessen Feldzügen. Während er unterwegs war, blieb seine junge Ehefrau Françoise Chabot (1577–1602) auf Cheverny zurück.

Am Hof machten bald Gerüchte über ihre angebliche Untreue die Runde. Eines Tages befand sich Henri Hurault im Louvre, als der König hinter seinem Rücken mit zwei ausgestreckten Fingern die für einen betrogenen Ehemann typische Geste formte. Die anwesenden Höflinge brachen daraufhin in Gelächter aus. Henri Hurault bemerkte die Geste jedoch in einem kleinen Spiegel und erkannte, dass der Spott ihm galt.
Was danach geschah, gehört zu den dunkelsten Episoden der Geschichte von Cheverny. Henri Hurault soll noch in derselben Nacht nach Cheverny zurückgekehrt sein, wo er einen jungen Pagen überraschte, der aus dem Fenster des Schlafzimmers fliehen wollte. Henri tötete ihn und stellte anschließend seine Frau vor die Wahl, sich ebenfalls dem Tod durch sein Schwert zu stellen oder das Gift einzunehmen, das er ihr reichte. Françoise Chabot entschied sich für das Gift.

Besonders tragisch war, dass sich erst danach herausstellte, dass Françoise Chabot schwanger war und bereits seit fünf Monaten einen Sohn erwartete. Heinrich IV. erfuhr von der Tragödie und soll sich für seine Rolle bei den Ereignissen verantwortlich gefühlt haben. Trotz der Schwere seiner Tat wurde Henri Hurault nicht hingerichtet. Stattdessen wurde er dazu verpflichtet, auf seinen Besitzungen in Cheverny zu bleiben, wo er sich später gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau dem Bau des heutigen Schlosses widmete.


Das Schloss, wie wir es heute kennen

Das heutige Château de Cheverny verdankt seine Entstehung Henri Hurault und seiner zweiten Ehefrau Marguerite Gaillard de La Morinière, die sich im 17. Jahrhundert für einen vollständigen Neubau anstelle der alten Befestigungsanlage entschieden. Er sollte dem gesellschaftlichen Rang seines Besitzers und den veränderten Vorstellungen seiner Zeit entsprechen.

Die Arbeiten begannen 1624 unter der Leitung und nach den Plänen des aus Blois stammenden Architekten Jacques Bougier (auch Boyer genannt). Dadurch erhielt das Schloss seine elegante Gestalt, die Cheverny bis heute von vielen anderen Schlössern der Loire unterscheidet. Das Bauvorhaben war allerdings so umfangreich, dass Henri und Marguerite die Fertigstellung selbst nicht mehr erlebten. Ihre miteinander verbundenen Initialen H und M sind an verschiedenen Stellen des Schlosses und der Orangerie zu finden und erinnern noch heute an die beiden Bauherren.

Die Architektur des Schlosses verbindet Elemente der Renaissance mit dem französischen Stil der Zeit Ludwigs XIII. Der helle Stein der Fassade, die regelmäßige Anordnung der Fenster und die klar gegliederten Baukörper verleihen Cheverny ein ausgesprochen ausgewogenes Erscheinungsbild. Der zentrale Teil des Schlosses wird von zwei seitlichen Pavillons eingefasst, wodurch eine symmetrische Anlage entsteht.

Ihre Tochter Cécile- Élisabeth Hurault, Marquise de Montglas (1618-1695), kümmerte sich um die weitere Gestaltung der Innenräume und ließ die Ausstattung mit großem Aufwand vollenden. Dabei entstand ein außergewöhnlich reich dekoriertes Interieur, in dem sich literarische, mythologische und botanische Motive miteinander verbinden. Der Maler Jean Mosnier (1600–1656) war maßgeblich an dieser Ausstattung beteiligt und prägte mit seinen Arbeiten mehrere Räume des Schlosses. Die aufwendige Gestaltung führte später sogar dazu, dass Anne Marie Louise d'Orléans, Herzogin von Montpensier (1627–1693), Cheverny als einen „verzauberten Palast“ bezeichnete.

Sie war auch die Geliebte des Schriftstellers Roger de Bussy-Rabutin (1618–1693), einem Cousin der berühmten Madame de Sévigné (1626–1696), für die er 1660 seine später berühmt gewordene Histoire amoureuse des Gaules verfasste, eine satirische Darstellung der höfischen Gesellschaft unter Ludwig XIV. (1638–1715).



Ein Schloss in schwierigen Zeiten

Nach dem Tod der Marquise erbte ihr Sohn Louis de Clermont de Montglas (1645–1722) das Schloss, starb jedoch ohne Nachkommen. Dadurch ging der Besitz an seinen Cousin Jean-Baptiste-Louis de Clermont d'Amboise (1702–1761) über, doch auch unter seiner Herrschaft blieb Cheverny nicht dauerhaft im Familienbesitz, denn am 22. Juli 1755 verkaufte er das Anwesen an Henri-Claude d'Harcourt (1704–1769). Damit begann für Cheverny eine Zeit häufiger Besitzerwechsel.

Bereits wenige Jahre später, 1764, erwarb Jean-Nicolas Dufort de Cheverny (1731–1802) das Schloss und ließ ab 1765 umfangreiche Renovierungsarbeiten durchführen. Als Diplomat und späterer Generalleutnant im Blésois (Region um Blois) verfügte er über die finanziellen Möglichkeiten, das inzwischen vernachlässigte Anwesen wieder instand zu setzen und nach den Vorstellungen des 18. Jahrhunderts umzugestalten.

Zu den Veränderungen gehörte auch die Einrichtung eines Theaters, das Cheverny erneut zu einem Ort gesellschaftlicher Zusammenkünfte machte. Dufort de Cheverny modernisierte die Innenräume und verlieh dem Schloss damit ein zeitgemäßes Erscheinungsbild, ohne dessen grundlegenden Charakter zu verändern.

Auch die Französische Revolution überstand Cheverny ohne größere Schäden. Jean-Nicolas Dufort de Cheverny blieb während der Revolution in Frankreich, weshalb sein Besitz nicht beschlagnahmt wurde. Er wurde jedoch während der Terrorherrschaft in Blois inhaftiert und starb verarmt im Jahr 1802.


Die Rückkehr der Familie Hurault

Nach siebzig Jahren in fremdem Besitz kehrte Cheverny 1825 wieder zur Familie Hurault zurück. Anne-Victor-Denis, Marquis de Vibraye (1767–1843), ein direkter Nachkomme des 4. Sohns von Raoul Hurault († 1528), übernahm das Anwesen und setzte die Tradition seiner Vorfahren fort, indem er umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchführen ließ. Dabei wurden unter anderem die Wassergräben an der Südseite zugeschüttet und Wirtschaftsgebäude aus dem 18. Jahrhundert abgerissen, wodurch das unmittelbare Umfeld des Schlosses sein heutiges Erscheinungsbild erhielt.
Auch die folgenden Generationen widmeten sich dem Erhalt von Cheverny und sorgten dafür, dass zahlreiche historische Elemente bewahrt werden konnten.

Eine entscheidende Veränderung in der Geschichte des Schlosses erfolgte 1922, als Philippe de Vibraye, Großonkel der heutigen Besitzer, Cheverny erstmals für Besucher öffnete. Damit erhielten auch Außenstehende Zugang zu den prachtvoll ausgestatteten Räumen und den wertvollen Kunstschätzen des Familiensitzes, zu denen neben zahlreichen Kunstgegenständen auch eine bedeutende Sammlung von Wandteppichen gehört. Die reiche Ausstattung der Innenräume sollte in den folgenden Jahrzehnten zu einem der Gründe werden, weshalb Cheverny zu den meistbesuchten Schlössern an der Loire zählt.

Die Öffnung für Besucher veränderte den Charakter des Anwesens jedoch nicht grundlegend. Die Familie Hurault de Vibraye lebt noch heute in Cheverny und führt damit die jahrhundertealte Tradition des bewohnten Familiensitzes fort.



Cheverny wird zu Moulinsart

Eine völlig andere Form der Bekanntheit erlangte Cheverny durch Hergé (1907–1983), der das Schloss als Vorlage für Moulinsart verwendete. Der belgische Zeichner war auf der Suche nach einem passenden Vorbild für das fiktive Anwesen und fand in Cheverny eine Fassade, die seinen Vorstellungen entsprach. Allerdings übernahm er nicht das gesamte Gebäude, sondern verwendete vor allem den Mittelteil und verzichtete in seiner Zeichnung auf die beiden seitlichen Flügel.

Moulinsart tauchte erstmals 1942 in dem Album Le Secret de La Licorne auf und wurde später zum Wohnsitz von Kapitän Haddock. Mit Moulinsart entstand ein fiktiver Ort, der durch die Abenteuer von Tim und Struppi weltweit bekannt wurde.

Die Verbindung zwischen Cheverny und der Comicwelt ist heute ein fester Bestandteil des Besuchs. Seit 2001 können Besucher in der Ausstellung „Les Secrets de Moulinsart“ tiefer in diese besondere Verbindung eintauchen. Die Ausstellung befindet sich in den ehemaligen Wirtschaftsgebäuden des Schlosses und zeigt auf rund 700 Quadratmetern verschiedene Schauplätze und Figuren aus der Welt von Tim und Struppi.



Die Gärten von Cheverny

Auch die Parkanlage gehört zu den besonderen Attraktionen von Cheverny und bietet einen reizvollen Gegensatz zur streng gegliederten Architektur des Schlosses. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte wurde das Gelände immer wieder erweitert und um verschiedene Gärten ergänzt, sodass rund um die historische Residenz eine abwechslungsreiche Landschaft entstanden ist.

Zu den Anlagen gehören unter anderem der Jardin Bouquetier Potager, der Jardin des Apprentis, ein Labyrinth und der Jardin de l'Amour. Hinzu kommt der Jardin Sucré, der seit 2020 mit zahlreichen Obstbäumen einen weiteren besonderen Akzent setzt. Die unterschiedlichen Bereiche sind so gestaltet, dass sie zu verschiedenen Jahreszeiten jeweils einen eigenen Charakter entwickeln und damit auch bei einem wiederholten Besuch neue Eindrücke vermitteln.

Zum Anwesen gehört außerdem ein weitläufiger Waldpark mit einer Fläche von mehr als 100 Hektar. Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die große Allee, die von 157 Zedern gesäumt wird und einen eindrucksvollen Blick auf das Schloss ermöglicht. Teile des Parks lassen sich zudem mit Elektrobooten oder kleinen Fahrzeugen erkunden, wodurch Besucher auch die weiter vom Schloss entfernten Bereiche des Anwesens kennenlernen können.

   



Die Jagdhunde von Cheverny

Eine lange Tradition des Schlosses wird bis heute durch die berühmte Hundemeute von Cheverny lebendig gehalten. Der Zwinger wurde 1850 errichtet und beherbergt die Hunde, die zur traditionellen Meute des Anwesens gehören. Die tägliche Fütterung ist ein besonderes Erlebnis. Damit erinnert dieser Teil des Schlosses an eine Zeit, in der die Jagd zu den festen Bestandteilen des Lebens französischer Adelsfamilien gehörte.





   





   


   


   





Nützliche Informationen

Adresse:
Château de Cheverny
Avenue du Château, 41700 CHEVERNY

Anreise:
A10 aus Richtung Paris oder Bordeaux, Ausfahrt Nr. 17, dann der Beschilderung in Richtung Romorantin-Lanthenay und Vierzon folgen.
Drei kostenlose Parkplätze stehen am Schloss zur Verfügung. Auch für Radfahrer ist das Anwesen gut erreichbar, da die Radroute La Loire à Vélo am Schloss vorbeiführt.

Tarife:
Schloss und Gärten 15,50€, ermäßigt 11,50€
Schloss, Gärten & Ausstellung „Les Secrets de Moulinsart“ 20,50€, ermäßigt 16€
Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt.

Der ermäßigte Tarif gilt für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, Schülerinnen und Schüler, Studierende unter 25 Jahren sowie Arbeitssuchende.

Internetseite:
https://www.chateau-cheverny.fr

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