2026 feiern die Vereinigten Staaten 250 Jahre amerikanische Unabhängigkeit und auch in Frankreich wird dieses Jubiläum auf besondere Weise begangen. Schließlich ist die Geschichte der amerikanischen Unabhängigkeit untrennbar mit Frankreich verbunden. Im Jahr 1776 erklärten die dreizehn britischen Kolonien ihre Unabhängigkeit, doch ohne die Unterstützung der französischen Krone, ohne französische Soldaten und Schiffe und ohne die diplomatischen Bemühungen von Persönlichkeiten wie Benjamin Franklin und dem Marquis de Lafayette wäre die Geschichte der jungen amerikanischen Republik vermutlich anders verlaufen.
An vielen Orten kann man entdecken, wie eng die Geschichte beider Länder miteinander verwoben ist. Besonders Versailles, Paris, La Rochelle, Brest und Blérancourt erinnern im Jubiläumsjahr an jene Zeit, in der sich am Atlantik eine neue Republik formte und Frankreich zu einem ihrer wichtigsten Verbündeten wurde.
Dort empfing Ludwig XVI. den amerikanischen Diplomaten Benjamin Franklin, der sich mehrere Jahre in Frankreich aufhielt und sich mit großem diplomatischem Geschick um die Unterstützung für die amerikanischen Revolutionäre bemühte. 1778 erkannte Frankreich offiziell die Souveränität der Vereinigten Staaten an und trat in den Krieg gegen Großbritannien ein. Französische Truppen und Schiffe unterstützten anschließend die amerikanische Seite und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Ausgang des Unabhängigkeitskrieges. 1783 wurde in Versailles schließlich der Friedensvertrag unterzeichnet, der den Krieg zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten beendete.
Zum 250. Jahrestag widmet das Château de Versailles dieser gemeinsamen Geschichte eine eigene „Saison américaine“.
Besonders symbolträchtig ist dabei der 4. Juli 2026, der amerikanische Independence Day.
Genau an diesem Tag wird die neue Galerie zur Amerikanischen Unabhängigkeitsrevolution und zur französischen Unterstützung der amerikanischen Sache eröffnet. Hinzu kommen eine immersive Virtual-Reality-Erfahrung, Konzerte und weitere Veranstaltungen.
Rund um den 4. Juli wird Versailles zudem Schauplatz einer historischen Rekonstruktion. Im Trianon wird die französisch-amerikanische Allianz mit historischen Uniformen, Lagern, Musik und einer Nachstellung der Schlacht von Yorktown wieder lebendig. Am Abend steht außerdem eine besondere Ausgabe der Grandes Eaux Nocturnes mit amerikanischem Schwerpunkt auf dem Programm.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am 9. Oktober 2026. Bei der Veranstaltung „Les États-Unis et Versailles : 250 ans d’histoire partagée“ beschäftigen sich Historiker, Kunsthistoriker, Diplomaten und weitere Fachleute mit mehr als zwei Jahrhunderten französisch-amerikanischer Beziehungen.
Dabei geht es nicht nur um Lafayette, Franklin und Jefferson. Auch die späteren Verbindungen zwischen Versailles und den Vereinigten Staaten werden betrachtet.
Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf Französisch und Englisch mit Simultanübersetzung statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Reservierung ist jedoch erforderlich.
Das Musée du Nouveau Monde widmet sich im Jubiläumsjahr mit der Ausstellung „Les Français et la naissance des États-Unis (1776–1876)“ der Frage, wie die Franzosen die Entstehung der Vereinigten Staaten wahrnahmen. Die Ausstellung ist seit dem 19. Juni 2026 zu sehen und läuft noch bis zum 16. November 2026.
Mehr als 70 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Bücher, Karten und historische Dokumente zeigen, wie die Franzosen die Entstehung der Vereinigten Staaten wahrnahmen und welche Bedeutung die amerikanische Revolution für Frankreich hatte. Dabei geht es nicht nur um die militärische Unterstützung der amerikanischen Revolutionäre, sondern auch um die Begeisterung, die Persönlichkeiten wie George Washington und Benjamin Franklin in Frankreich auslösten.
Der große Kriegshafen war während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ein wichtiger Ausgangspunkt französischer Unterstützung für die amerikanischen Aufständischen. Französische Kriegsschiffe und Truppen machten sich von der Bretagne aus auf den Weg über den Atlantik.
2026 erinnert die Ausstellung „Le Grand Ouest et les États-Unis d’Amérique, 1776–2026“ an diese Geschichte. Sie wurde vom US-Konsulat für den Grand Ouest initiiert und zeigt die Verbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Westen Frankreichs über einen Zeitraum von 250 Jahren. Stationen der Ausstellung sind unter anderem das Hôtel de Ville und die Archives municipales de Brest. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober 2026 zu sehen.
Das Musée Carnavalet widmet sich der Geschichte der französisch-amerikanischen Beziehungen und erinnert an 250 Jahre Freundschaft zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten. Dabei wird unter anderem die Verbindung zwischen Paris und Philadelphia betrachtet und gezeigt, wie die amerikanische Revolution in Frankreich aufgenommen wurde. Die Ausstellung „1776–2026 : 250 ans d’amitié franco-américaine“ ist noch bis zum 27. September 2026 zu sehen.
Auch das Musée de l’Armée in den Invalides beteiligt sich mit einem eigenen Programm unter dem Titel „250 ans d’amitié franco-américaine“, das insbesondere die militärischen Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt stellt. Die „Saison américaine“ umfasst Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen und weitere Veranstaltungen und läuft bis Ende November 2026.
Und dann ist da natürlich die Freiheitsstatue, die wohl berühmteste Verkörperung der französisch-amerikanischen Freundschaft. Sie steht zwar seit fast 140 Jahren in New York, doch ihre Geschichte führt direkt nach Frankreich zurück.
Das Musée d’Orsay widmet dem Bildhauer Auguste Bartholdi eine große Ausstellung über die Entstehung der „Liberté éclairant le monde“. Sie läuft bis Januar 2027 und bietet damit auch nach dem eigentlichen Jubiläum Gelegenheit, der Geschichte dieses französischen Geschenks an die Vereinigten Staaten nachzugehen.
Im Jubiläumsjahr steht unter anderem die Ausstellung „La Déclaration d’Indépendance américaine, 1776“ auf dem Programm. Sie beschäftigt sich mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und ihrer historischen Bedeutung und ist bis zum 5. Oktober 2026 zu sehen.
Auch verschiedene Führungen und Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Entstehung der Vereinigten Staaten und mit der Rolle Frankreichs während des Unabhängigkeitskrieges. Benjamin Franklin, Lafayette und George Washington gehören zu den Persönlichkeiten, deren Geschichte hier lebendig wird.
Gerade hier wird deutlich, dass die Geschichte nicht erst 1776 begann und auch nicht 1783 endete. Die Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten entwickelten sich über Jahrhunderte weiter, sowohl politisch, militärisch, kulturell und gesellschaftlich.
Der junge französische Aristokrat reiste nach Amerika und kämpfte dort an der Seite der amerikanischen Revolutionäre. Später kehrte er nach Frankreich zurück und blieb dennoch eng mit der neuen Republik verbunden.
Seine Geschichte beginnt jedoch nicht in Paris oder Versailles, sondern in der Auvergne. Im Château de Chavaniac-Lafayette in der Haute-Loire wurde Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette, 1757 geboren. Das Schloss ist heute als Museum zugänglich und erinnert an seine Kindheit, sein Leben und seine außergewöhnliche Verbindung zu den Vereinigten Staaten.
Zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit steht das Château de Chavaniac-Lafayette ganz besonders im Zeichen seines berühmten Sohnes. Am 4. Juli 2026 eröffnet dort die Ausstellung „Lafayette, l’aventure américaine (1776–1781)“. Sie beleuchtet die Ereignisse, die zu seiner Reise nach Amerika führten, seine Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und den Einfluss dieser Erfahrungen auf sein späteres Leben und seine politische Laufbahn. Begleitet wird die Ausstellung von einer Playmobil-Ausstellung, in der Szenen aus dem Leben Lafayettes und aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf ungewöhnliche und spielerische Weise dargestellt werden. Die Ausstellung ist bis zum 1. November 2026 zu sehen.
Später kehrte er nach Frankreich zurück und blieb dennoch eng mit der neuen Republik verbunden. Seine Geschichte zeigt besonders deutlich, wie eng die politischen und persönlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Amerika bereits während der Revolutionszeit waren. Lafayette wurde in beiden Ländern zu einer historischen Figur, die bis heute für die Verbindung über den Atlantik steht.
Das amerikanische Jubiläumsjahr 2026 ist in Frankreich deshalb weit mehr als eine Feier zum 4. Juli. Es bietet die Gelegenheit, eine Geschichte wiederzuentdecken, die an vielen Orten des Landes ihre Spuren hinterlassen hat.
An vielen Orten kann man entdecken, wie eng die Geschichte beider Länder miteinander verwoben ist. Besonders Versailles, Paris, La Rochelle, Brest und Blérancourt erinnern im Jubiläumsjahr an jene Zeit, in der sich am Atlantik eine neue Republik formte und Frankreich zu einem ihrer wichtigsten Verbündeten wurde.
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| Foto: Sgt. 1st Class Daniel Wallace, U.S. Army, 2018, Utah Beach / Wikimedia Commons, Public Domain |
Versailles – wo die amerikanische Republik Geschichte schrieb
Kaum ein Ort in Frankreich ist so eng mit der Entstehung der Vereinigten Staaten verbunden wie Versailles. Im Schloss spielte sich ein Teil jener diplomatischen Geschichte ab, die schließlich zur Anerkennung der amerikanischen Unabhängigkeit durch Frankreich führte.Dort empfing Ludwig XVI. den amerikanischen Diplomaten Benjamin Franklin, der sich mehrere Jahre in Frankreich aufhielt und sich mit großem diplomatischem Geschick um die Unterstützung für die amerikanischen Revolutionäre bemühte. 1778 erkannte Frankreich offiziell die Souveränität der Vereinigten Staaten an und trat in den Krieg gegen Großbritannien ein. Französische Truppen und Schiffe unterstützten anschließend die amerikanische Seite und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum Ausgang des Unabhängigkeitskrieges. 1783 wurde in Versailles schließlich der Friedensvertrag unterzeichnet, der den Krieg zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten beendete.
Zum 250. Jahrestag widmet das Château de Versailles dieser gemeinsamen Geschichte eine eigene „Saison américaine“.
Besonders symbolträchtig ist dabei der 4. Juli 2026, der amerikanische Independence Day.
Genau an diesem Tag wird die neue Galerie zur Amerikanischen Unabhängigkeitsrevolution und zur französischen Unterstützung der amerikanischen Sache eröffnet. Hinzu kommen eine immersive Virtual-Reality-Erfahrung, Konzerte und weitere Veranstaltungen.
Rund um den 4. Juli wird Versailles zudem Schauplatz einer historischen Rekonstruktion. Im Trianon wird die französisch-amerikanische Allianz mit historischen Uniformen, Lagern, Musik und einer Nachstellung der Schlacht von Yorktown wieder lebendig. Am Abend steht außerdem eine besondere Ausgabe der Grandes Eaux Nocturnes mit amerikanischem Schwerpunkt auf dem Programm.
Ein weiterer Höhepunkt folgt am 9. Oktober 2026. Bei der Veranstaltung „Les États-Unis et Versailles : 250 ans d’histoire partagée“ beschäftigen sich Historiker, Kunsthistoriker, Diplomaten und weitere Fachleute mit mehr als zwei Jahrhunderten französisch-amerikanischer Beziehungen.
Dabei geht es nicht nur um Lafayette, Franklin und Jefferson. Auch die späteren Verbindungen zwischen Versailles und den Vereinigten Staaten werden betrachtet.
Die Veranstaltung ist öffentlich und findet auf Französisch und Englisch mit Simultanübersetzung statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Reservierung ist jedoch erforderlich.
La Rochelle – Frankreich blickt auf die Geburt Amerikas
Auch an der Atlantikküste begegnet man der amerikanischen Geschichte auf Schritt und Tritt. La Rochelle war schon im 18. Jahrhundert ein bedeutender Hafen und Ausgangspunkt für die Verbindungen zwischen Frankreich und der Neuen Welt.Das Musée du Nouveau Monde widmet sich im Jubiläumsjahr mit der Ausstellung „Les Français et la naissance des États-Unis (1776–1876)“ der Frage, wie die Franzosen die Entstehung der Vereinigten Staaten wahrnahmen. Die Ausstellung ist seit dem 19. Juni 2026 zu sehen und läuft noch bis zum 16. November 2026.
Mehr als 70 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Bücher, Karten und historische Dokumente zeigen, wie die Franzosen die Entstehung der Vereinigten Staaten wahrnahmen und welche Bedeutung die amerikanische Revolution für Frankreich hatte. Dabei geht es nicht nur um die militärische Unterstützung der amerikanischen Revolutionäre, sondern auch um die Begeisterung, die Persönlichkeiten wie George Washington und Benjamin Franklin in Frankreich auslösten.
Brest und die französische Hilfe über den Atlantik
Noch weiter westlich führt die Spur nach Brest in der Bretagne.Der große Kriegshafen war während des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges ein wichtiger Ausgangspunkt französischer Unterstützung für die amerikanischen Aufständischen. Französische Kriegsschiffe und Truppen machten sich von der Bretagne aus auf den Weg über den Atlantik.
2026 erinnert die Ausstellung „Le Grand Ouest et les États-Unis d’Amérique, 1776–2026“ an diese Geschichte. Sie wurde vom US-Konsulat für den Grand Ouest initiiert und zeigt die Verbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Westen Frankreichs über einen Zeitraum von 250 Jahren. Stationen der Ausstellung sind unter anderem das Hôtel de Ville und die Archives municipales de Brest. Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Oktober 2026 zu sehen.
Paris und die lange Freundschaft zwischen Frankreich und Amerika
Natürlich darf Paris im Jubiläumsjahr nicht fehlen. In der französischen Hauptstadt erinnern zahlreiche Museen und Institutionen an die gemeinsame Geschichte.Das Musée Carnavalet widmet sich der Geschichte der französisch-amerikanischen Beziehungen und erinnert an 250 Jahre Freundschaft zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten. Dabei wird unter anderem die Verbindung zwischen Paris und Philadelphia betrachtet und gezeigt, wie die amerikanische Revolution in Frankreich aufgenommen wurde. Die Ausstellung „1776–2026 : 250 ans d’amitié franco-américaine“ ist noch bis zum 27. September 2026 zu sehen.
Auch das Musée de l’Armée in den Invalides beteiligt sich mit einem eigenen Programm unter dem Titel „250 ans d’amitié franco-américaine“, das insbesondere die militärischen Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten in den Mittelpunkt stellt. Die „Saison américaine“ umfasst Ausstellungen, Vorträge, Filmvorführungen und weitere Veranstaltungen und läuft bis Ende November 2026.
Und dann ist da natürlich die Freiheitsstatue, die wohl berühmteste Verkörperung der französisch-amerikanischen Freundschaft. Sie steht zwar seit fast 140 Jahren in New York, doch ihre Geschichte führt direkt nach Frankreich zurück.
Das Musée d’Orsay widmet dem Bildhauer Auguste Bartholdi eine große Ausstellung über die Entstehung der „Liberté éclairant le monde“. Sie läuft bis Januar 2027 und bietet damit auch nach dem eigentlichen Jubiläum Gelegenheit, der Geschichte dieses französischen Geschenks an die Vereinigten Staaten nachzugehen.
Blérancourt – ein Museum zwischen zwei Welten
Ein weniger bekanntes, aber für dieses Thema ausgesprochen interessantes Ziel befindet sich in Blérancourt im Département Aisne. Dort liegt das Musée franco-américain du château de Blérancourt, das sich ganz den Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten widmet.Im Jubiläumsjahr steht unter anderem die Ausstellung „La Déclaration d’Indépendance américaine, 1776“ auf dem Programm. Sie beschäftigt sich mit der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und ihrer historischen Bedeutung und ist bis zum 5. Oktober 2026 zu sehen.
Auch verschiedene Führungen und Veranstaltungen beschäftigen sich mit der Entstehung der Vereinigten Staaten und mit der Rolle Frankreichs während des Unabhängigkeitskrieges. Benjamin Franklin, Lafayette und George Washington gehören zu den Persönlichkeiten, deren Geschichte hier lebendig wird.
Gerade hier wird deutlich, dass die Geschichte nicht erst 1776 begann und auch nicht 1783 endete. Die Beziehungen zwischen Frankreich und den Vereinigten Staaten entwickelten sich über Jahrhunderte weiter, sowohl politisch, militärisch, kulturell und gesellschaftlich.
Lafayette und die gemeinsame Geschichte
Eine Persönlichkeit darf bei einem französischen Rückblick auf die amerikanische Unabhängigkeit natürlich nicht fehlen. Der Marquis de Lafayette wurde schon zu Lebzeiten zu einer symbolischen Figur der französisch-amerikanischen Freundschaft.Der junge französische Aristokrat reiste nach Amerika und kämpfte dort an der Seite der amerikanischen Revolutionäre. Später kehrte er nach Frankreich zurück und blieb dennoch eng mit der neuen Republik verbunden.
Seine Geschichte beginnt jedoch nicht in Paris oder Versailles, sondern in der Auvergne. Im Château de Chavaniac-Lafayette in der Haute-Loire wurde Gilbert du Motier, Marquis de Lafayette, 1757 geboren. Das Schloss ist heute als Museum zugänglich und erinnert an seine Kindheit, sein Leben und seine außergewöhnliche Verbindung zu den Vereinigten Staaten.
Zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit steht das Château de Chavaniac-Lafayette ganz besonders im Zeichen seines berühmten Sohnes. Am 4. Juli 2026 eröffnet dort die Ausstellung „Lafayette, l’aventure américaine (1776–1781)“. Sie beleuchtet die Ereignisse, die zu seiner Reise nach Amerika führten, seine Rolle im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und den Einfluss dieser Erfahrungen auf sein späteres Leben und seine politische Laufbahn. Begleitet wird die Ausstellung von einer Playmobil-Ausstellung, in der Szenen aus dem Leben Lafayettes und aus dem Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf ungewöhnliche und spielerische Weise dargestellt werden. Die Ausstellung ist bis zum 1. November 2026 zu sehen.
Später kehrte er nach Frankreich zurück und blieb dennoch eng mit der neuen Republik verbunden. Seine Geschichte zeigt besonders deutlich, wie eng die politischen und persönlichen Beziehungen zwischen Frankreich und Amerika bereits während der Revolutionszeit waren. Lafayette wurde in beiden Ländern zu einer historischen Figur, die bis heute für die Verbindung über den Atlantik steht.
Das amerikanische Jubiläumsjahr 2026 ist in Frankreich deshalb weit mehr als eine Feier zum 4. Juli. Es bietet die Gelegenheit, eine Geschichte wiederzuentdecken, die an vielen Orten des Landes ihre Spuren hinterlassen hat.
| Datum / Zeitraum | Ort | Veranstaltung |
|---|---|---|
| bis 13.07.2026 | Paris | „Lafayette entre France et Amérique. Histoire et légende" Ausstellung der Archives nationales über Lafayette und seine Rolle als Verbindung zwischen Frankreich und den USA |
| 04.07.2026 | Versailles | Eröffnung der Galerie zur amerikanischen Unabhängigkeit im Appartement des Capitaine des Gardes |
| 04.07.2026 | Versailles | „L'Amérique & Versailles. La Guerre de la liberté" Historische Rekonstruktion mit Soldatenlagern, historischen Tänzen, Musik und einer Nachstellung der Schlacht von Yorktown |
| 04.07.2026 | Versailles | Grandes Eaux Nocturnes - Indépendance américaine Sonderausgabe der nächtlichen Wasserspiele mit Drohnen und Feuerwerk zum amerikanischen Nationalfeiertag |
| 04.07.2026 | Paris | America250 in Paris Zahlreiche Veranstaltungen und kulturelle Aktionen rund um den Independence Day |
| 04.07.2026 | Villefranche-sur-Mer | 250 Jahre US Independence Day Festveranstaltung mit Parade und verschiedenen lokalen Veranstaltungen zur amerikanischen Unabhängigkeit |
| 04.-05.07. | Versailles | Historische Rekonstruktion in Trianon der französisch-amerikanischen Allianz und der Schlacht von Yorktown |
| 04.-11.07. | Versailles | Parcours France-Amérique Historischer Rundgang in der Bibliothèque Choiseul zur gemeinsamen Geschichte Frankreichs und Amerikas |
| 14.07.2026 | Paris | Konzert der Ambassadors of Music - California mit Jazz, Gospel und klassischer Musik im Jardin d'acclimatation |
| 14.09.2026 | Paris | „Le retour transatlantique de l'Intrépide" Vortrag bei France-Amériques über die französisch-amerikanische Allianz und die Operation „Sail for Liberty" |
| 19.-20.09. | Versailles | Journées européennes du patrimoine Versailles öffnet im Rahmen des Jubiläums mehrere historische Orte entlang der Rue de l'Indépendance américaine |
| bis 27.09.2026 | Paris | 1776-2026, 250 ans d'amitié franco-américaine im Musée Carnavalet |
| bis 27.09.2026 | Versailles | Versailles et l'Indépendance américaine mit Führungen zur Rolle Versailles' bei der amerikanischen Unabhängigkeit |
| 25.09.-09.10. | Lyon | Philadelphie, un voyage à travers l'Histoire, Ausstellung im Hôtel de Région |
| 28.09.2026 | Lyon | Célébration du 250e anniversaire de l'indépendance des États-Unis, offizieller Jubiläumsabend mit Vortrag über Lafayette und Eröffnung der Philadelphia-Ausstellung |
| 01.-03.10. | Bordeaux / Pessac | Résonances de 1776, internationales wissenschaftliches Kolloquium zur Wirkung der Amerikanischen Revolution in Europa an der Université Bordeaux Montaigne |
| 01.-04.10. | Vizille bei Grenoble | De l'Amérique à la France. Beaumarchais et l'expérience des révolutions, Kolloquium und Rahmenprogramm im im Musée de la Révolution française |
| bis 05.10.2026 | Blérancourt | La Déclaration d'Indépendance américaine, 1776, Sonderausstellung im Musée franco-américain |
| bis 14.10.2026 | Brest | Le Grand Ouest et les États-Unis d'Amérique, 1776-2026, Ausstellung zur Geschichte der französisch-amerikanischen Beziehungen in den Archives municipales et métropolitaines |
| 02.10.2026 | Paris | The Patriot - Le chemin de la Liberté, Filmvorführung im Musée de l'Armée |
| 07.10.2026 | Paris | Vortrag Les Français du Midwest dans l'histoire états-unienne im Musée de l'Armée |
| 08.10.2026 | Paris | Vortrag La Fayette et les Américains. Éloge de la Liberté im Musée de l'Armée |
| 09.10.2026 | Versailles | Les États-Unis et Versailles. 250 ans d'histoire partagée, öffentliche Tagung im Château de Versailles |
| 14.10.2026 | Paris | Vortrag Simon Bernard, un général d'Empire au service des États-Unis im Musée de l'Armée |
| 15.10.2026 | Versailles | Konzert Autour du chevalier de Saint-George in der Opéra Royal |
| 21.10.2026 | Paris | Benjamin Gates et le trésor des Templiers, Filmvorführung im Musée de l'Armée |
| 03.11.2026 | Paris | Vortrag Clemenceau et les Américains im Musée de l'Armée |
| 05.11.2026 | Paris | Vortrag Anne Morgan et la France. Une Américaine au secours de la Picardie, 1917-1945 im Musée de l'Armée |
| bis 16.11.2026 | La Rochelle | Les Français et la naissance des États-Unis, 1776-1876, große Ausstellung im Musée du Nouveau Monde |
| 16.11.2026 | Paris | Vortrag Florence Conrad. L'engagement d'une Américaine francophile pendant les deux guerres mondiales im Musée de l'Armée |
| 19.11.2026 | Paris | Vortrag Joséphine Baker et la France, star de cabaret et héroïne de la Résistance im Musée de l'Armée |
| bis 30.11.2026 | Paris | Saison américaine im Musée de l'Armée mit Ausstellung, Vorträgen und Filmprogramm |
| bis 03.01.2027 | Saint-Priest-en-Jarez / Saint-Étienne | Frank Stella. Minimal / Maximal, große Retrospektive |
| bis 03.01.2027 | Saint-Priest-en-Jarez / Saint-Étienne | Flying Colors. Une autre Amérique, Ausstellung amerikanischer Kunst |
| bis 31.01.2027 | Paris | Auguste Bartholdi. La Liberté éclairant le monde, Ausstellung im Musée d'Orsay |
| bis 31.01.2027 | Paris | Une statue pour la liberté, immersive VR-Erfahrung über Bartholdi und die Freiheitsstatue |
| 06.10.2026-31.01.2027 | Paris | Mary Cassatt. L'indépendante, große Retrospektive im Musée d'Orsay |
Hinweis: Die Angaben zu Terminen, Veranstaltungsorten, Öffnungszeiten und Eintrittspreisen wurden nach bestem Wissen zusammengestellt und entsprechen dem Stand der Recherche zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Änderungen, Verschiebungen oder Absagen durch die jeweiligen Veranstalter sind jedoch jederzeit möglich. Ich übernehme daher keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der Angaben. Bitte informiert euch vor dem Besuch zusätzlich auf der Website des jeweiligen Veranstalters über den aktuellen Stand.


