Frankreich, ein Land voller historischer Schätze, beherbergt einige der imposantesten Burgen und Festungen Europas. Die faszinierende Epoche des Mittelalters übt bis heute eine starke Anziehungskraft auf unsere Vorstellungskraft aus.
Vom Château de Montségur in den Pyrenäen, einem Symbol des Katharerwiderstands, bis zum Château de Carcassonne, einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen des Kontinents, erzählen diese Bauwerke von Macht, Konflikten und Intrigen. Château d'If, berühmt aus Dumas' "Der Graf von Monte Cristo", und das markante Château de Vincennes bei Paris, das als einzige noch erhaltene königliche Residenz aus dem Mittelalter gilt, bieten faszinierende Einblicke in die Geschichte der französischen Monarchie.
Eine Reise durch das Frankreich der Burgen und Festungen bedeutet beeindruckende Bauwerke zu entdecken, die das Fundament des modernen Europas bilden.
Château de Beynac (Dordogne, 24)
Die Burg von Beynac erhebt sich eindrucksvoll über das Dordogne-Tal und gilt als eine der schönsten und historisch bedeutendsten Festungen der Region. Sie wurde im 10. Jahrhundert erbaut und spielte eine zentrale Rolle im Hundertjährigen Krieg, wo sie mehrfach die Seiten zwischen den englischen und französischen Truppen wechselte. Der gut erhaltene Donjon und die massiven Mauern bieten einen faszinierenden Einblick in die mittelalterliche Architektur und das Leben im Mittelalter. Die atemberaubende Aussicht auf das Dordogne-Tal und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.
Château de Castelnaud (Dordogne, 24)
Das Château de Castelnaud, gegenüber des Château de Beynac gelegen, thront über der Mündung der Dordogne und des Céou und bietet einen spektakulären Blick auf das malerische La Roque-Gageac und die berühmten Gärten von Marqueyssac. Die Festung war während der mittelalterlichen Konflikte ein strategischer Punkt, der mehrfach im Besitz der Engländer geriet. Heute ist das Schloss ein Museum, das sich mit der Kriegsführung des Mittelalters beschäftigt und eine beeindruckende Sammlung von Waffen des 13. - 17. Jahrhunderts zeigt.
Château de Gisors (Eure, 27)
Das Château de Gisors wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war ein strategisch wichtiger Ort an der Grenze zwischen Normandie und Frankreich. Berühmt wurde die Festung durch Gerüchte um einen angeblichen Templerschatz, die in den 1960er Jahren die Runde machten. Die Burg spielte im Mittelalter eine wichtige Rolle in den Konflikten zwischen den französischen und englischen Königshäusern und gehörte zur Herrschaft der Plantagenets.
Château-Gaillard (Eure, 27)
Das Château-Gaillard wurde Ende des 12. Jahrhunderts von Richard Löwenherz, König von England, erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Festungsbaukunst. Die Burg, die auf einem Felsen über der Seine thront, spielte eine wichtige Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde 1204 von den französischen Truppen nach einer Belagerung erobert. Heute sind von der einst imposanten Festung nur noch Ruinen erhalten, doch der Aussichtspunkt und die Geschichte des Ortes machen sie zu einem faszinierenden Ziel für Besucher.
Château de Fougères (Ille-et-Vilaine, 35)
Das Château de Fougères ist eine imposante Festung im Westen Frankreichs und gilt als eine der größten und besterhaltenen Burgen Europas. Mit ihren 13 Türmen und der gewaltigen Befestigungsanlage stammt sie aus dem 12. Jahrhundert und spielte eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Bretagne. Während des Mittelalters erlebte die Festung zahlreiche Belagerungen und war Zeuge der turbulenten Geschichte der Region. Heute ist die Burg ein faszinierendes Beispiel mittelalterlicher Architektur und bietet Besuchern einen spektakulären Blick auf die umgebende Landschaft.
Château de Langeais (Indre-et-Loire, 37)
Das Château de Langeais, im Herzen der Loire-Region gelegen, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und spielte eine bedeutende Rolle während des Hundertjährigen Krieges. Besonders bekannt ist die Festung für ihre prachtvolle Hochzeitshalle, in der 1491 die Hochzeit von Anne de Bretagne und Karl VIII. stattfand, die als wichtiger politischer Schritt in der Geschichte Frankreichs gilt. Langeais beeindruckt heute durch seine gut erhaltenen mittelalterlichen Mauern und Türme sowie durch die sorgfältig restaurierten Innenräume, die einen tiefen Einblick in das Leben im Mittelalter bieten.
Forteresse royale de Chinon (Indre-et-Loire, 37)
Die Forteresse Royale de Chinon liegt malerisch über dem Tal der Vienne und war ein bedeutendes Schloss im Mittelalter. Besonders bekannt wurde sie als Residenz von Heinrich II. von England und als Schauplatz von Jeanne d’Arcs Treffen mit Charles VII. während des Hundertjährigen Krieges. Die Festung besteht aus mehreren Gebäuden und Türmen, die aus verschiedenen Epochen stammen, und bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der französischen Monarchie. Heute zieht die Burg Besucher mit ihrer gut erhaltenen Architektur und den atemberaubenden Ausblicken auf das umliegende Tal an.
Château de Saumur (Maine-et-Loire, 49)
Das Château de Saumur, das ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaut wurde, ist ein imposantes Beispiel mittelalterlicher Architektur. Die Burg diente nicht nur als militärische Festung, sondern auch als königliche Residenz. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders auffällig ist die Mischung aus militärischer Festung und Renaissance-Einflüssen, die das Schloss zu einem einzigartigen Wahrzeichen im Loire-Tal machen. Heute beherbergt das Schloss ein Museum, das sich mit der Geschichte der Region und der Kunst des Mittelalters beschäftigt.
Château de Pierrefonds (Oise, 60)
Das Château de Pierrefonds, mit seinen imposanten Türmen und der fast märchenhaften Architektur, scheint direkt aus einem Märchen zu stammen. Die Festung wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaut, aber ihre heutige Erscheinung verdankt sich vor allem der Restaurierung durch den berühmten Architekten Viollet-le-Duc im 19. Jahrhundert. Das Château de Pierrefonds wurde in den 1990er Jahren zu einem beliebten Drehort für Filme, darunter Luc Bessons „Jeanne d'Arc“. Der gesamte Komplex, mit seinen hohen Türmen, Zinnen und gut erhaltenen Innenräumen, ist ein beeindruckendes Beispiel für die romantische Vorstellung vom Mittelalter.
Château de Haut-Kœnigsbourg (Bas-Rhin, 67)
Das Château du Haut-Koenigsbourg liegt hoch auf einem Felsen im Elsass und bietet einen beeindruckenden Blick auf das umliegende Land. Es wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut, aber nach einer langen Zeit des Verfalls wurde es zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. restauriert. Heute zählt die Burg zu den bekanntesten und meistbesuchten Burgen in Frankreich. Sie zeichnet sich durch ihre markante Architektur aus, die mittelalterliche Bauweise mit Elementen der deutschen Renaissance vereint.
Château de Fleckenstein (Bas-Rhin, 67)
Die Festung von Fleckenstein ist eine der außergewöhnlichsten und spektakulärsten Burgen im Naturpark der Nordvogesen im Elsass. Auf einem riesigen Sandsteinfelsen im 12. Jahrhundert von Gottfried von Fleckenstein als „Höhlenburg“ erbaut, war sie über Jahrhunderte hinweg ein strategischer Punkt und wurde mehrfach belagert. 1680 eroberten französische Truppen die Burg und zerstörten sie vollständig. Heute zählt die Burg zu den meistbesuchten Festungen des Elsass und ist nach dem Château du Haut-Kœnigsbourg die zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit der Region.
Château de Haut-Barr (Bas-Rhin, 67)
Die Burg von Haut-Barr wurde im 12. Jahrhundert von den Bischöfen von Straßburg erbaut und thront auf einem Felsen über dem Tal der Zorn, von dem aus sie einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft bietet. Im Mittelalter spielte die Festung eine wichtige strategische Rolle und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt. Obwohl die Festung im Dreißigjährigen Krieg weitgehend unversehrt blieb, ordnete der französische König später den Abbruch des Bauwerks an. Vom höchsten Punkt der Burg aus hat man heute einen außergewöhnlichen Blick, sogar auf den Turm der Straßburger Kathedrale.
Die Burgen von Eguisheim (Haut-Rhin, 68)
Im malerischen Dorf Eguisheim im Elsass stehen die Ruinen von drei Türmen, die einst eine einzige imposante Festung bildeten. Diese wurde um das Jahr 1000 von der Familie Eguisheim gegründet, einer der ältesten und einflussreichsten Adelsfamilien der Region. Die ursprüngliche Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, bevor sie schließlich im 14. Jahrhundert nach wiederholten Angriffen und Kriegen größtenteils zerstört wurde. Obwohl nur noch Ruinen der ehemaligen Festung erhalten sind, vermittelt der Ort ein faszinierendes Bild von der Geschichte und der militärischen Bedeutung Eguisheims im Mittelalter.
Château de Vincennes - Eine Reise durch Geschichte und Macht (Paris, 75)
Was einst nur ein bescheidener Jagdpavillon war, den Ludwig VII. mitten im Wald errichten ließ, wurde im 14. Jahrhundert von Karl V. zu einer prächtigen königlichen Residenz umgebaut. Das Château de Vincennes ist heute das einzige erhaltene Beispiel einer königlichen Residenz aus dem Mittelalter in Frankreich und bietet eine spannende Mischung aus militärischer Architektur und künstlerischer Raffinesse. Besonders hervorzuheben ist der Donjon, der als einer der größten und besten erhaltenen Burgtürme Europas gilt.
Forteresse de Provins (Seine-et-Marne, 77)
Die Festung von Provins, ein markantes Beispiel mittelalterlicher Architektur, wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente dem Schutz der Stadt, die damals ein bedeutendes Handelszentrum war. Sie umfasst mehrere Verteidigungsanlagen, darunter der imposante Tour César, ein quadratischer Donjon, der das Stadtbild dominiert. Provins war im Mittelalter bekannt für die „Foires de Champagne“, eine der größten Handelsmessen Europas. Heute zählt der Ort zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jährlich zieht mit ihrem Mittelalterfest „Médiévales de Provins“ Besucher an, die in die Geschichte und das Leben jener Zeit eintauchen können.
Vom Château de Montségur in den Pyrenäen, einem Symbol des Katharerwiderstands, bis zum Château de Carcassonne, einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Festungen des Kontinents, erzählen diese Bauwerke von Macht, Konflikten und Intrigen. Château d'If, berühmt aus Dumas' "Der Graf von Monte Cristo", und das markante Château de Vincennes bei Paris, das als einzige noch erhaltene königliche Residenz aus dem Mittelalter gilt, bieten faszinierende Einblicke in die Geschichte der französischen Monarchie.
Eine Reise durch das Frankreich der Burgen und Festungen bedeutet beeindruckende Bauwerke zu entdecken, die das Fundament des modernen Europas bilden.
Château de Montségur (Ariège, 09)
Das Château de Montségur ist eine der bedeutendsten Katharerburgen und ein Symbol des Widerstands gegen den Albigenserkreuzzug. Auf einem steilen, isolierten Felsen erbaut, war die Burg 1244 das letzte Bollwerk der Katharer, die dort nach einer langen Belagerung kapitulierten. 225 Katharer wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, was die Festung zu einem tragischen Denkmal des Glaubens und der Opferbereitschaft macht. Heute sind nur noch Ruinen der Zitadelle übrig, doch die atemberaubende Aussicht und die historische Bedeutung machen Montségur zu einem interessanten Ziel.
Carcassonne (Aude, 11)
Carcassonne ist eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Festungen in Europa, bekannt für ihre doppelte Stadtmauer mit 52 Türmen und das gut erhaltene Schloss. Im 13. Jahrhundert war Carcassonne ein Schlüsselort während des Albigenserkreuzzugs und spielte eine zentrale Rolle im Widerstand der Katharer. Die gesamte Altstadt wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Mit seinen engen Gassen, imposanten Mauern und historischen Gebäuden bietet Carcassonne einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Leben.
Château de Peyrepertuse (Aude, 11)
Das Château de Peyrepertuse ist eine spektakuläre Festung, die auf einem hohen Felsen in den Corbières thront. Die im 11. Jahrhundert erbaute Burg spielte während des Albigenserkreuzzugs eine zentrale Rolle als strategische Festung der Katharer. Im 13. Jahrhundert fiel sie in die Hände von König Ludwig IX., der sie erweitern ließ und einen zweiten Verteidigungsbau hinzufügen ließ. Mit seiner beeindruckenden Architektur bot Peyrepertuse nicht nur militärischen Schutz, sondern auch einen weitreichenden Blick über das umliegende Tal. Heute sind die Ruinen ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte.
Château de Quéribus (Aude, 11)
Das Château de Quéribus befindet sich auf einem steilen Gipfel an der Grenze zwischen Aude und Pyrénées-Orientales und war im 10. Jahrhundert eine strategisch wichtige Festung. Während des Albigenserkreuzzugs war Quéribus eine der letzten Bastionen der Katharer und stand im Mittelpunkt des Widerstands gegen die französischen Truppen. Die Festung bietet heute einen beeindruckenden Blick auf das umliegende Land und die Pyrenäen. Obwohl sie 1255 von französischen Truppen erobert wurde, bleibt sie ein starkes Symbol für die katholische Verfolgung und den Widerstand der Katharer.
Château d'If (Bouches-du-Rhône, 13)
Strategisch gelegen in der Bucht von Marseille, umfasst der Frioul- Archipel vier Inseln (Pomègues, Ratonneau, Tiboulen und If), die eine bedeutende militärische Rolle spielten. Um die südlichen Grenzen seines Reiches zu sichern, beauftragte Franz I. (1494-1547) den Bau des Château d’If, dessen Konstruktion wahrscheinlich 1529 begann. Das imposante Bauwerk wird vom 22 Metern hohen Tour Saint-Christophe dominiert und ist weltweit einer der bekanntesten Wachtürme. Von 1580 bis 1871 diente er als eines der berüchtigsten Gefängnisse. Berühmt wurde die Insel durch den Roman „Der Graf von Monte Cristo“ von Alexandre Dumas, in dem If der Ort der Gefangenschaft von Edmond Dantès ist.
Château de Châteauneuf-en-Auxois (Côte-d'Or, 21)
Das Château de Châteauneuf-en-Auxois thront hoch über dem Burgundertal und wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Die Festung zeigt eine Mischung aus romanischer und gotischer Architektur und war einst ein symbolisches Machtzentrum der Region. Heute bietet die Burg eine faszinierende Zeitreise in die mittelalterliche Architektur und Geschichte, obwohl sie nie eine Schlüsselrolle in militärischen Konflikten spielte. Die gut erhaltenen Mauern und Türme ermöglichen den Besuchern, das mittelalterliche Erbe und die beeindruckende Aussicht auf die umliegende Landschaft zu erleben.
Carcassonne (Aude, 11)
Carcassonne ist eine der beeindruckendsten mittelalterlichen Festungen in Europa, bekannt für ihre doppelte Stadtmauer mit 52 Türmen und das gut erhaltene Schloss. Im 13. Jahrhundert war Carcassonne ein Schlüsselort während des Albigenserkreuzzugs und spielte eine zentrale Rolle im Widerstand der Katharer. Die gesamte Altstadt wurde 1997 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an. Mit seinen engen Gassen, imposanten Mauern und historischen Gebäuden bietet Carcassonne einen faszinierenden Einblick in das mittelalterliche Leben.
Château de Peyrepertuse (Aude, 11)
Das Château de Peyrepertuse ist eine spektakuläre Festung, die auf einem hohen Felsen in den Corbières thront. Die im 11. Jahrhundert erbaute Burg spielte während des Albigenserkreuzzugs eine zentrale Rolle als strategische Festung der Katharer. Im 13. Jahrhundert fiel sie in die Hände von König Ludwig IX., der sie erweitern ließ und einen zweiten Verteidigungsbau hinzufügen ließ. Mit seiner beeindruckenden Architektur bot Peyrepertuse nicht nur militärischen Schutz, sondern auch einen weitreichenden Blick über das umliegende Tal. Heute sind die Ruinen ein faszinierendes Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Geschichtsinteressierte.
Château de Quéribus (Aude, 11)
Das Château de Quéribus befindet sich auf einem steilen Gipfel an der Grenze zwischen Aude und Pyrénées-Orientales und war im 10. Jahrhundert eine strategisch wichtige Festung. Während des Albigenserkreuzzugs war Quéribus eine der letzten Bastionen der Katharer und stand im Mittelpunkt des Widerstands gegen die französischen Truppen. Die Festung bietet heute einen beeindruckenden Blick auf das umliegende Land und die Pyrenäen. Obwohl sie 1255 von französischen Truppen erobert wurde, bleibt sie ein starkes Symbol für die katholische Verfolgung und den Widerstand der Katharer.
Château d'If (Bouches-du-Rhône, 13)
Strategisch gelegen in der Bucht von Marseille, umfasst der Frioul- Archipel vier Inseln (Pomègues, Ratonneau, Tiboulen und If), die eine bedeutende militärische Rolle spielten. Um die südlichen Grenzen seines Reiches zu sichern, beauftragte Franz I. (1494-1547) den Bau des Château d’If, dessen Konstruktion wahrscheinlich 1529 begann. Das imposante Bauwerk wird vom 22 Metern hohen Tour Saint-Christophe dominiert und ist weltweit einer der bekanntesten Wachtürme. Von 1580 bis 1871 diente er als eines der berüchtigsten Gefängnisse. Berühmt wurde die Insel durch den Roman „Der Graf von Monte Cristo“ von Alexandre Dumas, in dem If der Ort der Gefangenschaft von Edmond Dantès ist.
Château de Châteauneuf-en-Auxois (Côte-d'Or, 21)
Das Château de Châteauneuf-en-Auxois thront hoch über dem Burgundertal und wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Die Festung zeigt eine Mischung aus romanischer und gotischer Architektur und war einst ein symbolisches Machtzentrum der Region. Heute bietet die Burg eine faszinierende Zeitreise in die mittelalterliche Architektur und Geschichte, obwohl sie nie eine Schlüsselrolle in militärischen Konflikten spielte. Die gut erhaltenen Mauern und Türme ermöglichen den Besuchern, das mittelalterliche Erbe und die beeindruckende Aussicht auf die umliegende Landschaft zu erleben.
Château de Beynac (Dordogne, 24)
Die Burg von Beynac erhebt sich eindrucksvoll über das Dordogne-Tal und gilt als eine der schönsten und historisch bedeutendsten Festungen der Region. Sie wurde im 10. Jahrhundert erbaut und spielte eine zentrale Rolle im Hundertjährigen Krieg, wo sie mehrfach die Seiten zwischen den englischen und französischen Truppen wechselte. Der gut erhaltene Donjon und die massiven Mauern bieten einen faszinierenden Einblick in die mittelalterliche Architektur und das Leben im Mittelalter. Die atemberaubende Aussicht auf das Dordogne-Tal und zieht jährlich zahlreiche Besucher an.
Château de Castelnaud (Dordogne, 24)
Das Château de Castelnaud, gegenüber des Château de Beynac gelegen, thront über der Mündung der Dordogne und des Céou und bietet einen spektakulären Blick auf das malerische La Roque-Gageac und die berühmten Gärten von Marqueyssac. Die Festung war während der mittelalterlichen Konflikte ein strategischer Punkt, der mehrfach im Besitz der Engländer geriet. Heute ist das Schloss ein Museum, das sich mit der Kriegsführung des Mittelalters beschäftigt und eine beeindruckende Sammlung von Waffen des 13. - 17. Jahrhunderts zeigt.
Das Château de Gisors wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war ein strategisch wichtiger Ort an der Grenze zwischen Normandie und Frankreich. Berühmt wurde die Festung durch Gerüchte um einen angeblichen Templerschatz, die in den 1960er Jahren die Runde machten. Die Burg spielte im Mittelalter eine wichtige Rolle in den Konflikten zwischen den französischen und englischen Königshäusern und gehörte zur Herrschaft der Plantagenets.
Château-Gaillard (Eure, 27)
Das Château-Gaillard wurde Ende des 12. Jahrhunderts von Richard Löwenherz, König von England, erbaut und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele mittelalterlicher Festungsbaukunst. Die Burg, die auf einem Felsen über der Seine thront, spielte eine wichtige Rolle im Hundertjährigen Krieg und wurde 1204 von den französischen Truppen nach einer Belagerung erobert. Heute sind von der einst imposanten Festung nur noch Ruinen erhalten, doch der Aussichtspunkt und die Geschichte des Ortes machen sie zu einem faszinierenden Ziel für Besucher.
Château de Fougères (Ille-et-Vilaine, 35)
Das Château de Fougères ist eine imposante Festung im Westen Frankreichs und gilt als eine der größten und besterhaltenen Burgen Europas. Mit ihren 13 Türmen und der gewaltigen Befestigungsanlage stammt sie aus dem 12. Jahrhundert und spielte eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Bretagne. Während des Mittelalters erlebte die Festung zahlreiche Belagerungen und war Zeuge der turbulenten Geschichte der Region. Heute ist die Burg ein faszinierendes Beispiel mittelalterlicher Architektur und bietet Besuchern einen spektakulären Blick auf die umgebende Landschaft.
Das Château de Langeais, im Herzen der Loire-Region gelegen, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und spielte eine bedeutende Rolle während des Hundertjährigen Krieges. Besonders bekannt ist die Festung für ihre prachtvolle Hochzeitshalle, in der 1491 die Hochzeit von Anne de Bretagne und Karl VIII. stattfand, die als wichtiger politischer Schritt in der Geschichte Frankreichs gilt. Langeais beeindruckt heute durch seine gut erhaltenen mittelalterlichen Mauern und Türme sowie durch die sorgfältig restaurierten Innenräume, die einen tiefen Einblick in das Leben im Mittelalter bieten.
Forteresse royale de Chinon (Indre-et-Loire, 37)
Die Forteresse Royale de Chinon liegt malerisch über dem Tal der Vienne und war ein bedeutendes Schloss im Mittelalter. Besonders bekannt wurde sie als Residenz von Heinrich II. von England und als Schauplatz von Jeanne d’Arcs Treffen mit Charles VII. während des Hundertjährigen Krieges. Die Festung besteht aus mehreren Gebäuden und Türmen, die aus verschiedenen Epochen stammen, und bietet einen faszinierenden Einblick in die Geschichte der französischen Monarchie. Heute zieht die Burg Besucher mit ihrer gut erhaltenen Architektur und den atemberaubenden Ausblicken auf das umliegende Tal an.
Forteresse de Polignac (Haute-Loire, 43)
Die Burg von Polignac, die auf einem beeindruckenden Vulkanfelsen in der Nähe von Le Puy-en-Velay thront, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war über Jahrhunderte der Sitz der mächtigen Familie Polignac. Die Festung bot nicht nur Schutz, sondern auch eine strategische Aussicht auf die umliegenden Berge. Der markante Donjon, der 32 Meter hoch ist, prägt das Bild der Burg. Obwohl sie nie in größere militärische Auseinandersetzungen verwickelt war, erzählt sie dennoch von der Geschichte der herrschenden Familien.
Die Burg von Polignac, die auf einem beeindruckenden Vulkanfelsen in der Nähe von Le Puy-en-Velay thront, wurde im 11. Jahrhundert erbaut und war über Jahrhunderte der Sitz der mächtigen Familie Polignac. Die Festung bot nicht nur Schutz, sondern auch eine strategische Aussicht auf die umliegenden Berge. Der markante Donjon, der 32 Meter hoch ist, prägt das Bild der Burg. Obwohl sie nie in größere militärische Auseinandersetzungen verwickelt war, erzählt sie dennoch von der Geschichte der herrschenden Familien.
Château de Saumur (Maine-et-Loire, 49)
Das Château de Saumur, das ursprünglich im 11. Jahrhundert erbaut wurde, ist ein imposantes Beispiel mittelalterlicher Architektur. Die Burg diente nicht nur als militärische Festung, sondern auch als königliche Residenz. Im Laufe der Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. Besonders auffällig ist die Mischung aus militärischer Festung und Renaissance-Einflüssen, die das Schloss zu einem einzigartigen Wahrzeichen im Loire-Tal machen. Heute beherbergt das Schloss ein Museum, das sich mit der Geschichte der Region und der Kunst des Mittelalters beschäftigt.
Château de Pierrefonds (Oise, 60)
Das Château de Pierrefonds, mit seinen imposanten Türmen und der fast märchenhaften Architektur, scheint direkt aus einem Märchen zu stammen. Die Festung wurde ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaut, aber ihre heutige Erscheinung verdankt sich vor allem der Restaurierung durch den berühmten Architekten Viollet-le-Duc im 19. Jahrhundert. Das Château de Pierrefonds wurde in den 1990er Jahren zu einem beliebten Drehort für Filme, darunter Luc Bessons „Jeanne d'Arc“. Der gesamte Komplex, mit seinen hohen Türmen, Zinnen und gut erhaltenen Innenräumen, ist ein beeindruckendes Beispiel für die romantische Vorstellung vom Mittelalter.
Château de Haut-Kœnigsbourg (Bas-Rhin, 67)
Das Château du Haut-Koenigsbourg liegt hoch auf einem Felsen im Elsass und bietet einen beeindruckenden Blick auf das umliegende Land. Es wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert erbaut, aber nach einer langen Zeit des Verfalls wurde es zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Kaiser Wilhelm II. restauriert. Heute zählt die Burg zu den bekanntesten und meistbesuchten Burgen in Frankreich. Sie zeichnet sich durch ihre markante Architektur aus, die mittelalterliche Bauweise mit Elementen der deutschen Renaissance vereint.
Château de Fleckenstein (Bas-Rhin, 67)
Die Festung von Fleckenstein ist eine der außergewöhnlichsten und spektakulärsten Burgen im Naturpark der Nordvogesen im Elsass. Auf einem riesigen Sandsteinfelsen im 12. Jahrhundert von Gottfried von Fleckenstein als „Höhlenburg“ erbaut, war sie über Jahrhunderte hinweg ein strategischer Punkt und wurde mehrfach belagert. 1680 eroberten französische Truppen die Burg und zerstörten sie vollständig. Heute zählt die Burg zu den meistbesuchten Festungen des Elsass und ist nach dem Château du Haut-Kœnigsbourg die zweitbeliebteste Sehenswürdigkeit der Region.
Château de Haut-Barr (Bas-Rhin, 67)
Die Burg von Haut-Barr wurde im 12. Jahrhundert von den Bischöfen von Straßburg erbaut und thront auf einem Felsen über dem Tal der Zorn, von dem aus sie einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft bietet. Im Mittelalter spielte die Festung eine wichtige strategische Rolle und wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach beschädigt. Obwohl die Festung im Dreißigjährigen Krieg weitgehend unversehrt blieb, ordnete der französische König später den Abbruch des Bauwerks an. Vom höchsten Punkt der Burg aus hat man heute einen außergewöhnlichen Blick, sogar auf den Turm der Straßburger Kathedrale.
Die Burgen von Eguisheim (Haut-Rhin, 68)
Im malerischen Dorf Eguisheim im Elsass stehen die Ruinen von drei Türmen, die einst eine einzige imposante Festung bildeten. Diese wurde um das Jahr 1000 von der Familie Eguisheim gegründet, einer der ältesten und einflussreichsten Adelsfamilien der Region. Die ursprüngliche Burg wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach umgebaut und erweitert, bevor sie schließlich im 14. Jahrhundert nach wiederholten Angriffen und Kriegen größtenteils zerstört wurde. Obwohl nur noch Ruinen der ehemaligen Festung erhalten sind, vermittelt der Ort ein faszinierendes Bild von der Geschichte und der militärischen Bedeutung Eguisheims im Mittelalter.
Château de Vincennes - Eine Reise durch Geschichte und Macht (Paris, 75)
Was einst nur ein bescheidener Jagdpavillon war, den Ludwig VII. mitten im Wald errichten ließ, wurde im 14. Jahrhundert von Karl V. zu einer prächtigen königlichen Residenz umgebaut. Das Château de Vincennes ist heute das einzige erhaltene Beispiel einer königlichen Residenz aus dem Mittelalter in Frankreich und bietet eine spannende Mischung aus militärischer Architektur und künstlerischer Raffinesse. Besonders hervorzuheben ist der Donjon, der als einer der größten und besten erhaltenen Burgtürme Europas gilt.
Forteresse de Provins (Seine-et-Marne, 77)
Die Festung von Provins, ein markantes Beispiel mittelalterlicher Architektur, wurde im 12. Jahrhundert erbaut und diente dem Schutz der Stadt, die damals ein bedeutendes Handelszentrum war. Sie umfasst mehrere Verteidigungsanlagen, darunter der imposante Tour César, ein quadratischer Donjon, der das Stadtbild dominiert. Provins war im Mittelalter bekannt für die „Foires de Champagne“, eine der größten Handelsmessen Europas. Heute zählt der Ort zum UNESCO-Weltkulturerbe und zieht jährlich zieht mit ihrem Mittelalterfest „Médiévales de Provins“ Besucher an, die in die Geschichte und das Leben jener Zeit eintauchen können.




